Viagra wurde von der Firma Pfizer unter dem generischen Namen Sildenafil entwickelt. Die Substanz wurde 1998 in Deutschland auf den Markt gebracht. Zwei weitere Substanzen anderer Hersteller sind im gleichen Indikationsbereich zu finden: Der Behandlung von erektiler Dysfunktion. Diese beiden Substanzen sind Cialis von Eli Lilly und Levitra von Bayer. Wer sich dafür interessiert, warum Cialis deutlich länger wirkt (bis zu 36 Stunden) als Viagra (Wirkungsdauer ca. vier Stunden) findet hier zusätzliche Informationen: Wirkweise Cialis – die Wochenendpille

Wirkweise von Viagra

Der wichtigste Vorteil von Viagra ist, dass es nur dann wirksam ist, wenn der Konsument auch sexuell erregt ist. Laut Studien ermöglicht die Substanz bei fast 70 Prozent der männlichen Benutzer eine Erektion für die Dauer des Geschlechtsverkehrs. Eine Erektion ist abhängig vom Blutzufluss in den Schwellkörper des Penis, der über ringförmige Muskeln in der Arterienwand des Corpus cavernosum beeinflusst wird. Die Muskulatur ist im nicht erigierten Zustand angespannt und verhindert damit einen vermehrten Blutzufluss. Bei Erregung wird in den Muskelzellen zyklisches GMP aufgebaut, was zur Entspannung der Muskulatur führt. Dadurch vergrößert sich der Gefäßdurchschnitt und arterielles Blut kann vermehrt in den Corpus einströmen. Dies führt zur Erektion. Die Aufgabe von Viagra ist es jetzt, diese Erektion länger aufrecht zu erhalten. Dazu verhindert es den Abbau des Enzyms, dass die zyklischen GMP Konzentrationen absenkt. Durch die erhöhten GMP Konzentrationen im Schwellkörper bleibt die Erektion erhalten. Damit löst Viagra die Erektion nicht aus, sondern verhindert nur dessen Nachlassen.

Indikationen von Viagra

Neben der erektilen Dysfunktion bei Männern hat Viagra noch einen kleinen Katalog an Nebenindikationen. Dazu gehört, dass Viagra auch in der Lage zu sein scheint, die Sexualfunktion von Frauen zu verbessern. Dies trifft besonders auf Frauen zu, die auf Antidepressiva eingestellt sind. Eine weitere Indikation ist der pulmonare Hochdruck, oder Lungenhochdruck. Hier werden die gefäßerweiternden Eigenschaften von Viagra genutzt, um den Bluthochdruck in der Lunge zu therapieren. Es konnte gezeigt werden, dass unter einer Viagra Therapie die Symptome einer Rechtsherzinsuffizienz abnahmen.

Bei Höhenkrankheit zeigte Viagra ebenso gute Effekte. Die Substanz kann dann eingesetzt werden, wenn bei großen Höhen ein sofortiger Abstieg in niedrigere Höhen nicht möglich ist.